MEZUK gratuliert: 50. Netzwerktreffen des Netzwerks für Unterstützte Kommunikation Weser-Ems (UKNWE)

MEZUK gratuliert: 50. Netzwerktreffen des Netzwerks für Unterstützte Kommunikation Weser-Ems (UKNWE)

 

Am 26. April 2017 trifft sich das UKNWE zum 50. Male!!!! Das zeigt, dass Prof. Dr. Erdélyi und die Teilnehmer des ersten Treffens mit der Gründung des Netzwerkes für UK in Weser-Ems im Jahre 2008 wirklich alles richtig gemacht haben. Und hierzu sprechen wir von MEZUK, unsere allerherzlichsten Glückwünsche aus. Denn ohne UKNWE – wer weiß, ob es uns dann geben würde.

Anstoß für die Gründung des Netzwerks im Jahre 2008 war eine Fragebogenerhebung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik Anfang 2008. Die Forscherin Prof. Dr. Andrea Erdélyi stellte damals fest, dass von den über 20.000 im Weser-Ems-Gebiet erfassten Personen fast 3.700 einen Bedarf an Unterstützung in der Kommunikation haben, aber nur knapp ein Viertel der Personen auch diese Unterstützung erhalten. 55 % der befragten Fachleute wünschten sich Fortbildungen, 40% Beratung, 88 % Vernetzung. Durch diese Befragung angestoßen fand im Juni 2008 eine Fachveranstaltung statt, an der rund 70 Vertreter von Förderschulen und Tagesbildungsstätten teilnahmen. Zum Ende dieser Veranstaltung war klar: die Teilnehmer wollten ein Netzwerk gründen. Am 12. November 2008 fand das erste Netzwerktreffen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Inzwischen hat das UKNWE die Anerkennung und seinen Platz in der großen UK Gemeinschaft, der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. (ehemals ISAAC), gefunden.

Neben gegenseitiger fachlicher Unterstützung wurde es zum Anliegen des Netzwerks, auch politisch zu wirken. Leider hat sich trotz der Vorstellung des Konzeptes des UKNWE am Runden Tischen mit Vertretern der Ministerien – Kultus, Wissenschaft und Soziales – sowie Vertretern von Fachverbänden nichts ergeben. So bedauerlich dies ist, das UKNWE ist sich der schwierigen Lage auf politischer Ebene bewusst und lässt sich hiervon nicht beeindrucken und kann so auf dem 50. Treffen auf nicht unerhebliche Erfolge zurückblicken:

2010 hat das UKNWE u.a. Empfehlungen zur Verankerung von Unterstützter Kommunikation in Einrichtungen herausgegeben, aus denen Projekte und Maßnahmen entstanden, die der Zielgruppe eine große Hilfe waren und sind.

Durch diese Vernetzung im IKNWE gibt es immer mehr Schulen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, die Unterstützte Kommunikation für jene, die dies zur Teilhabe an Bildung oder Arbeit, zur Selbstbestimmung in Bezug auf Wohnen oder Freizeit, benötigen, anbieten.

Studierende der Sonderpädagogik können sich in dieser Disziplin qualifizieren und zertifizieren, tragen ihr Wissen in die Einrichtungen und verändern damit die Versorgungssituation. Immer mehr werden nach ihrem Studium ebenfalls zu Netzwerkmitgliedern.

In der ebenfalls 2008 gegründeten Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erfahren die betroffenen Menschen zusammen mit ihren Angehörigen und Fachleuten individuelle Unterstützung.

Und nicht zuletzt ist es zumindest mittelbar dem UKNWE zu verdanken, dass es MEZUK gibt! Die Arbeit im Netzwerk zeigte, wie wichtig es ist auch im Nordwesten Fortbildungen anzubieten die es Fachleuten und Betroffenen ermöglicht, sich für eine bessere Integration und Teilhabe von spracheingeschränkten Menschen zu qualifizieren. Und um dieser Inspiration und im Netzwerk verschafften Motivation nicht nur ein großes Dankeschön auszusprechen, halten wir es für angemessen, den Teilnehmern des 50. Netzwerktreffens einen Gutschein für eine Ermäßigung für die Teilnahme an einer Fortbildung zu schenken, die von MEZUK angeboten wird.

Inzwischen ist diese Gutschein-Aktion abgelaufen.

Also an dieser Stelle noch einmal: Danke für Ihre Arbeit, Ihr Engagement und hoffentlich viel Spaß an der Fortbildung, für die Sie sich möglicherweise bei uns anmelden.

 

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