UK und Trauma – Von „guten Gründen“ und „sicheren Orten“

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UK und Trauma – Von „guten Gründen“ und „sicheren Orten“

2. September 2019 - 3. September 2019

390€

Informationen zu dieser 3-tägigen Fortbildung:

Nicht erst mit den zahlreichen geflüchteten Menschen, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, ist die Frage der adäquaten Förderung und Erziehung  traumatisierter Kinder  und Jugendlicher in Grundschulen, weiterführenden Schulen und Förderschulen ein herausforderndes Thema für Lehrerinnen, Lehrer und andere schulische Bezugspersonen. Dies gilt gleichermaßen auch für Wohneinrichtungen für Erwachsene.
Durch die massive Zahl von erlebten traumatisierenden Situationen und die mediale Verbreitung dieses Wissens um erlittenes Leid im Heimatland und auf der Flucht erhielt das Thema „Trauma“ anders als etwa bei Fällen frühkindlicher und familiärer Traumatisierung jedoch  eine hohe Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft.
In keinem „helfenden“ Berufsfeld wird im Rahmen der Ausbildung das Thema Trauma und Traumafolgestörungen und resultierende pädagogische Zugänge hinreichend thematisiert.
Selbst wenn ein Kind/ ein Jugendlicher/ ein Erwachsener das Glück hatte, einen Therapieplatz zu bekommen, ist noch längst nicht gewährleistet, dass die betreffende Einrichtung in adäquater Weise elementar wichtige pädagogische Konsequenzen berücksichtigt.
Für Menschen, die nicht lautsprachlich kommunizieren können und auf Unterstützte Kommunikation angewiesen sind, sind die Auswirkungen von „Nicht-verstanden-werden“ fatal. Oft wird (auto-)aggressives oder depressives Verhalten mit der Komplexität der Behinderung konnotiert; auch Psychotherapeuten fühlen sich mit diesem Klientel überfordert.

Diese dreitägige Fortbildung gibt dazu Gelegenheit, „hinter“ die Symptome von „abweichendem“ oder „auffälligem“ Verhalten zu blicken, genauer: das „Thema des Kindes“ zu verstehen (vgl. gleichnamigen Aufsatz von Kautter, J. in: Eberwein, H./ Knauer, S. (Hrsg.):Lernprozesse verstehen. Wege einer (sonder-) pädagogischen Diagnostik. Weinheim, Basel, 1998).
In diesem Kontext erklärt sich auch der vielleicht kryptisch anmutende Titel des vorliegenden Fortbildungskonzepts „Von guten Gründen und sicheren Orten“, der zwei grundlegende Annahmen der traumapädagogischen Sichtweise benennt:

  • Jedes Kind/ jede(r) Jugendliche/ jeder Erwachsene hat einen plausiblen Grund für das Verhalten, das er/sie in Schule und anderen Einrichtungen zeigt und das seinen Ursprung in  dem erlittenen Trauma hat.
  • Schule/Familie/Wohnheim als sicherer Ort“ ist eine daraus resultierende Forderung, die eine Retraumatisierung durch unwissentlich falsche pädagogisch-didaktische Entscheidungen vermeidet und dem Betroffenen durch traumasensible Beziehungsarbeit hilft, wieder „in die Spur“ zu kommen.

Inhalte: Trauma/ Traumafolgestörungen – Ursachen – Symptome – Übertragung/ Gegenübertragung – Pädagogik des „guten Grundes“ – Schule als „sicherer Ort“ – Good- Practice- Beispiele – Anregungen für den Alltag – Kommunikationsstörungen und Trauma -Wie fange ich morgen an? Individueller Auftrag zur Umsetzung im eigenen System mit Evaluation in der Folgeveranstaltung
Methoden: Interaktiver Vortrag – Think- Pair- Share – Selbsterfahrungsübungen – Gespräche zu Fallvignetten – Analyse von Videosequenzen (Filme: „Jack“, „Lauf, Junge, lauf“)

Dauer der Fortbildung: Zwei ganztägige Fortbildungstage (2., 3. September) mit anschließenden Arbeitsaufträgen, darauf eine ganztägige Folgeveranstaltung  (2.Dezember 2019)

Informationen zu den Referaten*Innen

Dozententeam:
Martin Baunach, Sonderpädagoge und Fachleiter, Referent für Unterstützte Kommunikation und Fachpädagoge für Psychotraumatologie
Nicola Schiffer, Sonderpädagogin, Fachpädagogin für Psychotraumatologie
Ludger Franken, Sonderpädagoge, Fachpädagoge für Psychotraumatologie
alle Köln

(Bilder in der Reihenfolge der Namen)

 

Information zur Anmeldung:

Ihre Anmeldung nehmen Sie bitte ganz unten auf der Seite online vor.
Sie erhalten sodann eine Bestellbestätigung mit einer Rechnung in der Anlage übersandt. Dies geschieht zeitnah innerhalb von wenigen Minuten – bitte schauen Sie bei Ausbleiben der Rechnung in Ihren SPAM-Filter. Sollten sie die Rechnung auch dort nicht finden, kontaktieren Sie uns bitte über dieses Kontaktformular.
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Stornierungsbedingungen:

Bis 4 Wochen vor Kursbeginn ist eine Stornierung kostenfrei.
Bei weniger als 4 Wochen vor Kursbeginn sind 50% der Teilnahmegebühr zu entrichten.
Bei weniger als 2 Wochen vor Kursbeginn sind 100% der Teilnahmegebühr zu entrichten.

 

Anmeldung für Studierende:

Für Studierende sind in dieser Fortbildung vier Plätze vorgesehen. Auf die Anmeldung und die Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung erhalten Sie einen Rabatt von 50 % auf die Fortbildungsgebühr.
Bitte melden Sie sich über dieses spezielle Kontaktformular für die Fortbildung an und senden uns zusätzlich eine Kopie Ihrer Immatrikulationsbescheinigung per Mail an office@mezuk.de zu. Sie erhalten daraufhin eine Rechnung – bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag innerhalb von 8 Tagen auf das angegebene Konto.

 

Details

Beginn:
2. September 2019
Ende:
3. September 2019
Eintritt:
390€
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Forum St. Peter, Peterstraße 22-26, 26121 Oldenburg
Peterstraße 22-26
Oldenburg, Niedersachsen 26121 Deutschland

Veranstalter

Methodenzentrum Unterstützte Kommunikation gUG (haftungsbeschränkt)
Telefon:
0441-36112635
E-Mail:
fortbildung@mezuk.de
Website:
https://www.mezuk.de/

Tickets

30 verfügbar
UK und Trauma390,00Dreitägige Fortbildung der MEZUK gUG

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